Nach einem Schwangerschaftsabbruch kannst Du direkt wieder schwanger werden. Vielleicht möchtest Du deshalb über Verhütung nachdenken.
Keine Methode ist 100 % sicher, aber diese Informationen können dir helfen, eine passende Verhütungsmethode zu finden.Wenn du eine Vorerkrankung hast, überprüfe bitte, ob die gewählte Methode für dich sicher ist. Weitere Informationen findest du auf Findmymethod, um Dir bei der Entscheidung zu helfen.
Das sind einige der häufigsten Verhütungsmethoden:
Nicht-hormonell
Kondome (äußere oder innere)
Es gibt Kondome zur äußeren Anwendung (über den Penis) oder zur inneren Anwendung (in der Vagina). Kondome sind nur für den einmaligen Gebrauch, benutze jedes Mal ein neues, wenn Du Sex hast. Kondome sind die einzige Verhütungsmethode, die auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützt.
Kupferspirale
Ein kleines T-förmiges Gerät aus Kunststoff und Kupfer, das Durch die Vagina in die Gebärmutter eingesetzt wird. Es kann direkt nach einem bestätigten Schwangerschaftsabbruch eingesetzt werden und bleibt in der Regel 5 bis 12 Jahre wirksam. Es kann auch als Notfallverhütung dienen, wenn es innerhalb von 5 Tagen nach ungeschütztem Sex eingesetzt wird. Häufige Nebenwirkungen sind stärkere Blutungen und Krämpfe während der Periode.
Vasektomie
Eine Vasektomie ist ein kleiner chirurgischer Eingriff, der meist unter lokaler Betäubung Durchgeführt wird. Dabei werden die Samenleiter – also die Röhrchen, die die Spermien Durch den Penis transportieren – Durchtrennt oder blockiert. Der Samenerguss (Ejakulation) findet weiterhin statt, aber er enthält keine Spermien mehr. Diese Methode gilt als dauerhaft und kann nicht rückgängig gemacht werden. Sie hat keine hormonellen Nebenwirkungen und beeinflusst weder Lust noch Sexualfunktion.
Abbinden der Eileiter/Ligatur der Eileiter
Ein chirurgischer Eingriff, bei dem die Eileiter, die die Eizelle vom Eierstock zur Gebärmutter transportieren, Durchtrennt oder blockiert werden. Dies ist eine dauerhafte, nicht umkehrbare Verhütungsmethode ohne Nebenwirkungen.
Hormonell
Wenn Du mit der hormonellen Verhütung innerhalb von 3 Tagen nach dem Schwangerschaftsabbruch beginnst, bist Du sofort geschützt, da der Eisprung verhindert wird. Wenn Du später startest, solltest Du in den ersten 7 Tagen auf Sex verzichten oder zusätzlich eine andere Verhütungsmethode (z. B. Kondom) verwenden.
Jede hormonelle Verhütungsmethode kann Nebenwirkungen haben, wie zum Beispiel Müdigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Brustspannen, Gewichtsschwankungen, vermindertes Lustempfinden, unregelmäßige Blutungen, Veränderungen des Ausflusses, Stimmungsschwankungen und Depressionen.
Kombinierte orale Verhütungspillen (die „Pille“)
Diese Pillen enthalten zwei Hormone (Östrogen und Gestagen) und müssen täglich eingenommen werden. Die meisten kombinierten oralen Verhütungspillen lösen eine monatliche Blutung aus, die einer Regelblutung ähnelt.
Verhütungsspritzen
Es gibt verschiedene Arten hormoneller Verhütungsmittel, die entweder monatlich, alle zwei Monate oder alle drei Monate gespritzt werden können. In den meisten Fällen werden die Menstruationsblutungen unregelmäßig oder bleiben ganz aus.
Implantate
Gängige Marken sind Norplant oder Implanon. Diese kleinen Gummistäbchen werden unter die Haut des Oberarms eingesetzt und geben kontinuierlich das Hormon ab. Je nach Implantat hält der Schutz 3 bis 5 Jahre an. In den meisten Fällen werden die Menstruationsblutungen unregelmäßig oder bleiben ganz aus.
Hormonspirale
Ein kleines Kunststoffteil, das in die Gebärmutter eingesetzt wird. Es enthält ein (Gestagen-)Hormon, das kontinuierlich abgegeben wird. Es kann eingesetzt werden, sobald der Schwangerschaftsabbruch bestätigt ist. Je nach Typ hält der Schutz 3 bis 8 Jahre an. In den meisten Fällen werden die Menstruationsblutungen unregelmäßig oder bleiben ganz aus.
Pille danach / Notfallverhütung
Diese Pillen sind am wirksamsten, wenn sie innerhalb von 3 bis 5 Tagen nach ungeschütztem Sex eingenommen werden, je nach Typ. Je früher sie verwendet werden, desto effektiver sind sie, da sie den Eisprung verzögern. Du kannst auch die meisten kombinierten oralen Verhütungspillen als Notfallverhütung verwenden – das nennt man die „Yuzpe-Methode“: Nimm eine Dosis mit 100 µg Ethinylestradiol und 0,50 mg Levonorgestrel (2 bis 4 Tabletten, je nach Wirkstoffmenge pro Tablette), gefolgt von einer zweiten Dosis 12 Stunden später.
